Dichtes Unterholz im Wald bei Kelkheim im Taunus
Mitten im Leben – und doch die Frage: war das alles?
23. Juli 2026
Weg im Wald bei Kelkheim im Taunus
Zehn Jahre Dunkeltherapie im Taunus – ein Rückblick
29. Juli 2026
Im Wald bei Kelkheim im Taunus
Im Wald bei Kelkheim im Taunus

Immer wieder dasselbe Muster – warum es wiederkehrt


Da muss es doch noch etwas anderes geben

 

Zu Beginn meines Berufslebens war völlig offen, welchen Beruf ich ergreifen wollte. Ich verglich mich mit anderen, die einen geraden Weg gingen, und war überzeugt: Die haben es besser als ich.

Mit der Zeit war ich in den unterschiedlichsten Positionen und Branchen tätig, auch mit Erfolg, zeitweise mit Führungsverantwortung. Doch eines änderte sich nie. Da war eine Unzufriedenheit, deren Ursache ich nicht benennen konnte. Und nach kurzer Zeit in einer neuen Stelle war es wieder da: Nein, das ist es nicht.

Also wechselte ich nach ein paar Jahren. Und stieß erneut auf dasselbe.

Ein Wechsel brachte nichts. Nur eine kurze Ablenkung.

Parallel dazu begann eine Suche, für die es damals nur einen Satz gab: Da muss es doch noch etwas anderes geben.

Vielleicht kennst Du solche Wiederholungen.

Lange hielt ich die jeweilige Stelle für das Problem. Was ich nicht sah: Ich war ununterbrochen im Vergleich – mit denen, die es scheinbar leichter hatten. Und wer vergleicht, lehnt ab. Ich lehnte ab, wie mein Weg sich zeigte, weil ich meinte zu wissen, wie er zu verlaufen hätte.

Dieser Abstand zwischen dem, was ist, und dem, wie es sein sollte, ist das eigentliche Spannungsfeld. Es zeigt sich als Unzufriedenheit, als Unruhe, als Anspannung – und mit der Zeit auch im Körper, im Schlaf, in der Stimmung. Und es bleibt, solange ich nicht hinschaue.

Das Angenehme nehmen wir alle gern. Doch wie steht es mit dem anderen – dem Lästigen, dem Schmerzhaften, dem Kränkenden? Da hört die Nachsicht schnell auf. Das ist menschlich und verständlich. Nur hilft es an dieser Stelle nicht weiter.

Hilft es mir, wenn ich andere verantwortlich mache?

Hilft es, wenn ich glaube, es gehe mir nur wegen meines Gegenübers schlecht?

Hilft es, wenn ich mich als Opfer der Umstände sehe?

So bleibt die Unzufriedenheit gewiss bestehen. Und die Anspannung wird sogar stärker, je mehr ich mich gegen das wehre, was ohnehin schon da ist.

Manche Umstände im Leben können wir nicht begreifen. Wir werden nie verstehen, warum sie uns treffen. Und trotzdem zeigt sich etwas darin – nämlich das, was in uns noch nicht angeschaut wurde. Berühren Menschen oder Umstände genau das, werden wir daran erinnert.

Und hier kommt, was ich in meiner Arbeit für das Wichtigste halte.

Ich muss nicht wissen, was die Ursache ist.

Bei meinem beruflichen Muster erkenne ich sie bis heute nicht – auch nach Jahrzehnten nicht. Oft genug ist eine Ursache gar nicht zugänglich. Und selbst wenn sie es wäre: Ein Muster verschwindet nicht dadurch, dass man es erklärt.

Der Spielraum liegt woanders. Er liegt darin, die Unzufriedenheit zu fühlen. Die Anspannung. Die Gefühle, die damit verbunden sind. Sie wahrzunehmen und anzunehmen, statt sie loswerden zu wollen.

Das wirkt. Und das genügt.

Bei mir sah das so aus: Das Muster veränderte sich nicht. Ich veränderte mich. Ich haderte nicht mehr damit, dass mein Weg anders verlief als der anderer. Nicht der Weg hatte sich geändert – ich hatte aufgehört, ihn abzulehnen. Und in dieser veränderten Haltung zeigte sich etwas Neues.

Vor über zehn Jahren tauchte während eines eigenen Aufenthalts in der Dunkelheit ein Satz auf: Wenn ich mir selbst helfen kann, dann kann ich auch anderen bei ihren Themen helfen. Es zeigte sich klar und eindeutig, welchen Weg ich gehen würde – die Arbeit mit Menschen in der Dunkelheit.

 

Gibt es in Deinem Leben Muster, die trotz aller Bemühungen nicht weichen?

Muster, die dazu führten, dass Du Dich infrage gestellt, klein gemacht, vielleicht ein Gefühl von Minderwert entwickelt hast? Kennst Du die Überzeugung: Nur bei mir ist das so, die anderen haben es leichter?

 

Das kenne ich gut. Es zog sich durch mein Leben. Inzwischen sehe ich klarer: Menschen tragen Spannungsfelder mit sich. Sie heißen anders und sind unterschiedlich stark. Aber sie sind da – auch bei denen, die nichts davon zeigen.

Es gibt einen anderen Weg, damit umzugehen. Er beginnt nicht mit dem Verstehen, sondern mit dem Fühlen dessen, was ohnehin schon da ist.

 

Wenn Du darüber sprechen möchtest, ruf einfach an.


Telefon: +49 (0) 61 95 – 68 59 61

 

Informationsblatt Dunkeltherapie: (PDF-Datei – hier klicken)

Videos zum Thema Dunkeltherapie: (YouTube Videos – hier klicken)